Willkommen im Blog


Liebe Besucher meiner Homepage,

willkommen in meinem Blog.
Lesen Sie Geschichten und Anekdoten, Geschicke und Missgeschicke, aber auch Gedanken und Hintergründe aus dem Atelieralltag. Das alles gewürzt mit einer Menge schöner Bilder soll Ihnen ein plastisches Bild meiner Arbeit vermitteln. Schauen Sie ab und zu mal rein.

Ihr

Thomas Rösler

Weiser Besuch


Heute morgen hatten wir diesen außergewöhnlichen Besuch in der Werkstatt: eine Schleiereule. Sie muss nachts durch unsere Schwalbenklappe hereingekommen sein und hat den Ausgang nicht mehr gefunden.



Merke: Weisheit löst nicht jedes Alltagsproblem.
Schönheit übrigens auch nicht.

Volketswil: Tausendfüßler


Auf Zeichen des Diri-genten…


… setzt sich dieser Tausend-füßler in Bewegung …


… erreicht den Innenhof …


… setzt ab …


… jubelt noch ein bisschen …


… und wenige Minuten später ist der Hof wie leergefegt. Alle Kinder weg. Mittag.

Sternenberg: Regen


Wer meint, bloß weil auf dieser Website lauter happy Sonnen-schein-Fotos zu sehen sind, wir wären so eine Art Beachboys, halt mit Holz statt Sand, der irrt. Hier in Sternenberg hat’s uns dermaßen angeschifft, ohne Worte.

Der Name des Restaurants, das diesen 10m-Tisch (Rekord!) bekommen hat, war heute eindeutig mal nicht Programm: Es heißt Sunnebad.

Etretat: Feriengrüße aus der Normandie


Neulich schrieb mir eine treue Kundin aus den Ferien. Genauer gesagt aus Etretat in der Normandie.


Sie habe da in einem öffentlich zugänglichen Garten Holzobjekte entdeckt, die trügen irgendwie meine Handschrift, ob die denn von mir wären.


Ja, sind sie.



Ich habe daraufhin mal geschaut, was es über den Jardin d’Etretat im Netz gibt und bin auf dieses Video gestoßen.

Sa Torre: Pfingsten auf Mallorca


Sa Torre liegt an der Südküste Mallorcas.


Erstaunlicherweise hatte es vor wenigen Stunden noch geregnet, deshalb sieht gerade alles aus wie aus dem Ei gepellt.


Lassen Sie sich nicht irritieren: Das auf dem Tisch da sind unsere steckbaren Rückenlehnen.


Die Landschaftsgärtner haben sie nur für ihre Arbeiten dort abgelegt. Natürlich gehören sie eigentlich an die Bänke…

Chur: Muschel


Die Umgebung ist für meine Objekte extrem wichtig. Das ambitionierteste Teil kann in einem flirrenden Gesamtbild untergehen. Äusserst einfache, gar schlichte Arbeiten hingegen können in passender Umgebung erstaunliche Wirkung entfalten.

Hier in Chur ist unsere Muschel eine besonders ästhetische und spannungsreiche Beziehung mit ihrer menschengemachten und natürlichen Umgebung eingegangen.

Nuss auf Reisen


Ich werde manchmal gefragt, ob es mir nicht schwer fällt, mich von meinen Objekten zu trennen. Da muss ich leider sagen, ich trenne mich sehr gerne von meinen Machwerken. Denn das ist Bestandteil von etwas sehr Schönem: Wir können hier von einer sehr erfüllenden Arbeit leben. Und sich von einem Objekt trennen heisst ja auch, dass es jemand anderem gefällt. Und Platz auf dem Hof gibt’s auch wieder. Lauter Vorteile.
Ein besonderer Moment in diesem Sommer war allerdings, als unser größtes, aufwendigstes und von der Machart schwierigstes Objekt den Hof verließ: die Nuss, die Sie vielleicht von der Giardina 2016 kennen.


Es war ein recht verhangener Augusttag, die Schweiz ist hinter’m See gerade noch zu ahnen.


Für so ein sechs-Tonnen-Objekt braucht es schon schweres Gerät. Sowas finde ich immer toll.


Hier schwebt die Nuss schon über dem Kanton Luzern.


Die Mädels probieren die Wohnqualitäten der Nuss sofort aus. Das ist doch schön! Ich habe mich mal wieder gerne von einem Objekt getrennt.

Weltpolitik in Reute


Gestern nachmittag auf unserem Hof: ein feenartiges Geschöpf, schlank, elegant und schön, landet auf einem Stück Eiche. Eine Riesen- schlupfwespe, stattliche acht Zentimeter lang.
Mit ihren Fühlern untersucht sie das Holz. Vorsichtig – kann ein Insekt sich konzentrieren? – tastet sie sich voran.



Plötzlich setzt sie ihren Stachel genau zwischen Rinde und Holz an…


… und bohrt ihn langsam ins Holz. Der Stachel ist nur haarfein und liegt geschützt in einer Scheide, die sie nun elegant nach oben klappt.


Nun ist der Stachel ganz im Holz verschwunden. Wozu das Ganze? Klar, Sie ahnen es schon, sie will ein Ei ablegen. Aber jetzt kommt’s: sie legt ihr Ei nicht irgendwo hin, sondern sie sucht dafür die Larve eines Bockkäfers. Das Ei legt sie aber nicht schön kuschelig neben die Larve, sondern in die Larve hinein. Und zwar so, dass die Larve dabei nicht stirbt, sondern als lebende Imbissbude fortbesteht und damit dem putzigen Schlupfwespenbaby den Arsch über den Winter rettet. Um zum Dank dafür bis zum Frühling Stück für Stück von innen aufgevespert zu werden. Unsäglich. Und ich bin auch noch mitschuldig, weil ich diesem Individuum das Holz für seine Verbrechen zur Verfügung stelle.
Andererseits – sind es nicht diese Bockkäfer, die diese riesigen Gänge in mein Holz fressen? Vielleicht sollte man doch mit der Schlupfwespe ins Gespräch kommen.

Bremerhaven: die Forschungsmeile




Schon letztes Jahr konnten wir mit einigen Sitzquadern zur Forschungsmeile Bremerhaven beitragen. Jetzt haben uns dieses schönen Fotos erreicht. Schmecken Sie das Salzwasser? Hören Sie die Möven schreien?