Eichen

Wir verwenden für unsere Objekte ausschließlich Eichenholz. Manche Bäume sind über 150 Jahre alt. Ihre Stämme erreichen in seltenen Fällen einen Durchmesser von über einem Meter und können über fünf Tonnen wiegen.

Eichen

Herkunft

Wir achten auf die regionale Herkunft des Holzes, wir bekommen es aus Süddeutschland, der Nordschweiz, Vorarlberg und dem südlichen Elsass.

Eichen

Waldprojekt

Gerade alte Eichen sind sehr wertvoll für den Lebensraum Wald. Sie beherbergen hunderte Tierarten, darunter auch extreme Spezialisten. Im von uns initiierten Waldprojekt Tägerwilen (Schweiz) engagieren wir uns zusammen mit dem Forstamt Thurgau, den Waldbesitzern und dem örtlichen Förster darum, diesen Naturschatz zu erkennen und zu schützen.
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Lagerung

Deshalb ist das Holz bei der Verarbeitung noch "grün", also frisch und feucht, auch wenn die Stämme schon mehrere Jahre bei uns lagen. Was das für unsere Objekte bedeutet, lesen Sie unten.

Lagerung

Deshalb ist das Holz bei der Verarbeitung noch "grün", also frisch und feucht, auch wenn die Stämme schon mehrere Jahre bei uns lagen. Was das für unsere Objekte bedeutet, lesen Sie unten.
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Sägen

Wir sägen all unsere Objekte mit der von Hand geführten Kettensäge aus dem vollen Stamm.

Sägen

Nur so erhalten wir die geniale Mischung aus geometrischer Exaktheit und herstellungsbedingter Abweichung, die unverzichtbar für die Wirkung unserer Objekte ist.

Sägen

Wir können mit der Kettensäge auch Kurven sägen – innerhalb gewisser Grenzen, denn die Säge mag’s von Natur aus lieber geradeaus. Viele unserer Entwürfe basieren auf der Möglichkeit, Kurven zu sägen. Hier bei der Herstellung der Liegen reizen wir sie ziemlich aus.
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Oberflächen

Die Kettensäge hinterlässt charakteristische Spuren, die wir bewusst sichtbar lassen, um den Entstehungsprozess zu zeigen. Die Oberfläche ist nach dem Sägen aber noch recht borstig und scharfkantig.

Oberflächen

Nach dem Sägen werden die Kanten von Hand gerundet. Die Oberfläche wird durch starkes Bürsten verfeinert, sie wird "geschmeidig", scharfe Kanten werden verschliffen, die Maserung tritt hervor.

Oberflächen

Wir tragen absichtlich keinerlei Imprägnierung zum "Schutz" der Oberfläche auf. Ihre Veränderung, ihr Altern und die damit verbundenen Spuren nehmen wir nicht nur in Kauf, sie sind erwünscht als Inhalt unserer Arbeit.
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Holzqualität

Jede unserer alten Eichen hat eine wechselvolle Biografie, die sich in ihrem Wuchs widerspiegelt. Ständig stoßen wir auf Äste, Astlöcher, Verwachsungen, Risse. Wir verstehen diese „Fehler“ als vitalen Ausdruck des Baumlebens. So gesehen sind sie bei uns willkommen – trotzdem ist das, wie immer, eine Frage des Maßes. Deshalb unterliegen die Holzeigenschaften unserer strengen Beurteilung.

Splintholz und Kernrisse

Holzqualität

Wir verwenden nur das robuste Kernholz der Eiche. Das Splintholz, also die helle, unbeständige, meist zwischen 2 und 5 cm starke Holzschicht unter der Borke, taugt nichts und muss weg.

Äste

Holzqualität

Bäume haben Äste. Das ist gut so. Eiche kann gut eingewachsene Äste haben, aber auch tiefe Astlöcher. In unseren Objekten müssen große Äste hell und fest eingewachsen sein, kleine dürfen auch mal braun sein. Tiefere Astlöcher drainieren wir gerne mit einer kleinen Bohrung, um Staufeuchte zu vermeiden.

Nach der Herstellung

Holzqualität

Unumgänglich sind auch die schon in der stehenden Eiche vorhandenen Kernrisse, die sternförmig vom Herz ausgehen.
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Gerbsäure

Eiche enthält sehr viel Gerbsäure. Das schmeckt vielen Kleinstlebewesen gar nicht, deshalb trägt die Gerbsäure sehr zur Beständigkeit des Eichenholzes bei. Die Sache hat aber einen Haken: Aus neu gefertigten Werkstücken tritt diese Gerbsäure aus und wird vom Regen abgewaschen. Das führt zu braunen Verfärbungen des Untergrundes.

Gerbsäure

Diese Verfärbungen sind zwar nicht dauerhaft, aber unschön. Im ersten Jahr ist dieser Vorgang heftig, im zweiten nimmt er dann stark ab und geht mit der Zeit auf null zurück. Die Auswirkungen dieser Verfärbungen hängen stark von der Art des Untergrundes ab.

Gerbsäure

Wegen der Gerbsäure-Thematik empfehlen wir, die Objekte nach der Herstellung eine Zeit lang bei uns zu lagern. Zur Beschleunigung ist auch eine Beregnung möglich. Lassen Sie sich von uns beraten.
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Risse

Durch die Trocknung können im Laufe der Zeit, besonders um Äste und Verwachsungen herum, scharfe Kanten oder Spitzen entstehen, die auch mal recht aggressiv daher kommen können.

Risse - Scharfe Kanten

Risse

Aller meistens können Sie solche Stellen mit einfachen Mitteln – Taschenmesser, Feile, Stemmeisen, Schmirgelpapier – beheben.

Risse

Risse

Schauen Sie also hin und wieder nach eventuell entstandenen Scharfkantigkeiten und entfernen Sie diese.
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Verwitterung

Schon nach wenigen Wochen in Wind und Wetter beginnt die Eiche zu vergrauen. Über die Jahre führt die Verwitterung zu der für unsere Objekte typischen, wunderschönen, silbergrauen Oberfläche.

Verwitterung

Unsere Objekte sind bei jedem Wetter draußen. Das ganze Jahr. Sie halten Regen, Frost und Schnee aus. Sie sollen auf keinen Fall abgedeckt werden, das wäre kontraproduktiv.
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Pflege

Schrubben Sie Ihr Objekt einmal im Jahr mit einer kräftigen (nicht metallischen) Bürste und viel Wasser ab. Nicht erschrecken, das kann ganz schön Dreck machen. Die Oberfläche sollte nach dem Trocknen schön hell sein. Verwenden Sie keinesfalls irgendwelche Pflege- oder Reinigungsmittel.
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