Tägerwilen: Die größte Eiche


Pascal Epper, der Revierförster des Tägerwilener Gemeindewaldes, zeigt uns hier seine dickste Eiche. 1,63 Meter Durchmesser hat dieser Riese. Vor solchen Bäumen könnt ich niederknien.


Ich habe mit den Händen über sein grünes Fell aus Moos und Flechten gestrichen. Ein weicher Baum!


Beim Blick in die Krone sieht man, dass die untersten Äste, die in etwa acht Metern Höhe ansetzen und früher einmal entscheidend für das Geschäftskonzept des Baumes waren, inzwischen abgestorben sind. Das ist nicht primär ein Zeichen für Altersschwäche, sondern zeigt, dass der Baum sich strecken musste, um der Beschattung durch seine ebenfalls wachsenden Nachbarn zu entkommen. Ironischerweise beschattet er sich dabei selber. Diese Kompromisswirtschaft ist beispielhaft für viele Vorgänge in der Natur. Vorteile nutzen heisst Nachteile in Kauf nehmen. Kein Zuckerschlecken.

Wendlingen: Ein Wintertraum



Eichen soll man lobpreisen. Deshalb möchte ich ihr zu Ehren in losen Abständen besondere Bäume oder Wissenswertes rund um die Eiche vorstellen. Und weil es neulich so fett geschneit hat – was hier am Bodensee ja selten ist – passt als erste Eiche des Tages die Wendlinger Eiche ganz wunderbar hier hin.


Auf dem Rücken des Gehrenbergs, ein paar Kilometer von hier, steht dieser Baum mitten auf einer grossen Wiese. Ein Gedicht!


Wer sie besuchen will:
47°45’8.10″N, 9°23’19.50″E

Die Pflanztröge für Ebikon entstehen


Im September-Post habe ich mich zur Theorie unserer Arbeit für den Dorfplatz Ebikon geäussert. Ich habe unsere Ansätze zum Umgang mit dem Holz beschrieben. Längst sind wir in der Umsetzungsphase, hier sieht man nun, was mit den vielen Worten gemeint ist:


Die Balken, die wir der Baumform folgend grob ausgesägt haben, werden auf dem geplanten Grundriss ausgelegt. Sie werden gefügt, …


… die Oberseite bekommt eine leichte Neigung nach aussen.


Nun kommt das endgültigen Formen. In diesem spannenden Vorgang soll die erarbeitete Formensprache mit den Eigenheiten des Holzes vereinbart werden. Mit möglichst wenigen Schnitten entstehen so Formen, die dem Charakters des Baumes ebenso entspringen wie dem Gestaltungswillen des Menschen.


Noch ein bisschen Kanten abrunden, eine Hand voll Montagearbeiten, fertig.


April 2015: Das ist leider nicht der oben entstandene Trog, sondern einer der neun anderen. Trotzdem sieht man schön, wie das Ganze im echten Leben rauskommt.

Wetzikon: Rundbänke für den Schulhof


Thematisch sehr schön zu unseren Rundbänken sind die stattlichen Eichen, die in den drei Pflanzinseln gesetzt wurden. Jetzt noch schnell das Wasserspiel in der Mitte fertigmachen, aufräumen, Bauzaun weg, dann wär ich gern wieder Schüler!


Planung: Appert & Zwahlen Landschaftarchitekten, Cham,
Landschaftsbau: Holenstein Gartenbau, Rapperswil-Jona,
Rundbänke aus sieben oder acht Segmenten, Durchmesser 4,40 m, Sitzbreite 45 cm.

Formfindung für den Dorfplatz Ebikon


asp Landschaftsarchitekten, Zürich, gestalten derzeit den Dorfplatz von Ebikon bei Luzern. Es werden dreizehn Pflanzeninseln entstehen, die aus der Belagsebene herausragen.


Die Umrandungen dieser Inseln werden von uns kommen. Derzeit: Formfindung. Wie immer ist unser Ziel, für die gewünschten Funktionen unserer Objekte eine interessante Formensprache zu finden.


Logo, das war uns auch vorher schon klar. Entpuppt sich in der Praxis aber immer wieder als spannende Herausforderung. Wir freuen uns sehr, dass wir die Architekten dieses Projekts für unsere Prinzipien der Formfindung begeistern konnten.


Diese fasse ich mal so zusammen:

Der respektvolle Umgang mit unseren Eichen erfordert Formen, die auf die individuellen Eigenheiten jedes Stammes eingehen. Der eine ist krumm, der nächste astig, manche sind sehr konisch. Jeder ist anders. Die zu findende Formensprache muss darauf eingehen. Jetzt der springende Punkt: Je besser diese Herangehensweise umgesetzt wird, desto besser wird sie auch vom alltäglichen Benutzer verstanden. Das ist ein zentrales Kriterium langlebiger Gestaltung.

Paris: maison & objet


Paris, das klingt schon toll. Wir waren eingeladen, unsere Objekte bei maison & objet zu zeigen. Einen herzlichen Dank dafür an Xavier Loup von LOUP&CO Outdoor Luxury.



Klassische Holzverbindungen für Wallisellen


Diese kubistische Schlange ziert ab nächstem Frühjahr den Vorplatz einer Versicherung in Wallisellen. Der Entwurf von Heinrich Landschaftsarchitektur, Winterthur, arbeitet mit klassischen Holzverbindungen, die den verwinkelten Verlauf des Quaders besonders in Szene setzen.


Kronau: Quader für den Dorfplatz


Das nordbadische Kronau hat einen Dorfplatz bekommen. Etwa 80 m unserer Quader sorgen für Sitzgelegenheiten, bilden Räume und grenzen die Autos von reinen Fußgängerbereichen ab.


Der Entwurf der Quader mit seinen verkippenden Seitenflächen ist darauf ausgelegt, dass wir optimal mit den vielfältigen Wuchsformen unserer Eichen umgehen können.


So spiegelt sich schon im Entwurf der Wunsch nach einem materialgerechtem Umgang mit unserer wertvollen Ressource, den uralten Eichenstämmen. Super gemacht von den Landschaftsarchitekten Herrn Wild und Herrn Holz von der BHM Planungsgesellschaft.


Im Hintergrund sehen Sie das historische Forsthaus.an das sich einst der parkartige Forstgarten anschloss.


Dort steht heute eine große Kindertages- stätte. In memoriam wurden die deutschen und lateinischen Namen von Bäumen
in den Quadern verewigt.