Weiser Besuch



Heute morgen hatten wir diesen außergewöhnlichen Besuch in der Werkstatt: eine Schleiereule. Sie muss nachts durch unsere Schwalbenklappe hereingekommen sein. Dann hat sie den Ausgang nicht mehr gefunden.


Merke: Weisheit schützt vor Alltagsproblemen nicht.
Schönheit übrigens auch nicht.

Nuss auf Reisen


Ich werde manchmal gefragt, ob es mir nicht schwer fällt, mich von meinen Objekten zu trennen. Da muss ich leider sagen, ich trenne mich sehr gerne von meinen Machwerken. Denn das ist Bestandteil von etwas sehr Schönem: Wir können hier von einer sehr erfüllenden Arbeit leben. Und sich von einem Objekt trennen heisst ja auch, dass es jemand anderem gefällt. Und Platz auf dem Hof gibt’s auch wieder. Lauter Vorteile.
Ein besonderer Moment in diesem Sommer war allerdings, als unser größtes, aufwendigstes und von der Machart schwierigstes Objekt den Hof verließ: die Nuss, die Sie vielleicht von der Giardina 2016 kennen.


Es war ein recht verhangener Augusttag, die Schweiz ist hinter’m See gerade noch zu ahnen.


Für so ein sechs-Tonnen-Objekt braucht es schon schweres Gerät. Sowas finde ich immer toll.


Hier schwebt die Nuss schon über dem Kanton Luzern.


Die Mädels probieren die Wohnqualitäten der Nuss sofort aus. Das ist doch schön! Ich habe mich mal wieder gerne von einem Objekt getrennt.

Weltpolitik in Reute


Gestern nachmittag auf unserem Hof: ein feenartiges Geschöpf, schlank, elegant und schön, landet auf einem Stück Eiche. Eine Riesenschlupfwespe, stattliche acht Zentimeter lang.
Mit ihren Fühlern untersucht sie das Holz. Vorsichtig – kann ein Insekt sich konzentrieren? – tastet sie sich voran.



Plötzlich setzt sie ihren Stachel genau zwischen Rinde und Holz an…


… und bohrt ihn langsam ins Holz. Der Stachel ist nur haarfein und liegt geschützt in einer Scheide, die sie nun elegant nach oben klappt.


Nun ist der Stachel ganz im Holz verschwunden. Wozu das Ganze? Klar, Sie ahnen es schon, sie will ein Ei ablegen. Aber jetzt kommt der Hammer: sie legt ihr Ei nicht irgendwo hin, sondern sie sucht dafür die Larve eines Bockkäfers. Das Ei legt sie aber nicht schön kuschelig neben die Larve, sondern in die Larve hinein. Und zwar so, dass die Larve dabei nicht stirbt, sondern als lebende Imbissbude fortbesteht und damit dem putzigen Schlupfwespenbaby den Arsch über den Winter rettet. Um zum Dank dafür bis zum Frühling Stück für Stück von innen aufgevespert zu werden. Unsäglich. Ich lehne das ab.

Andererseits: sind es nicht diese Bockkäfer, die diese riesigen Gänge in mein Holz fressen? Vielleicht sollte man doch mit der Schlupfwespe ins Gespräch kommen. Tja, das nennt man Politik.

Über den Sinn hoher Gartentore


Sie sollten stets darauf achten, dass ihr Gartentor auch für hohe Tiere geeignet ist.


Daraufhin testen wir unsere Produkte regelmässig. Qualität vom Bodensee.

Die Pflanztröge für Ebikon entstehen


Im September-Post habe ich mich zur Theorie unserer Arbeit für den Dorfplatz Ebikon geäussert. Ich habe unsere Ansätze zum Umgang mit dem Holz beschrieben. Längst sind wir in der Umsetzungsphase, hier sieht man nun, was mit den vielen Worten gemeint ist:


Die Balken, die wir der Baumform folgend grob ausgesägt haben, werden auf dem geplanten Grundriss ausgelegt. Sie werden gefügt, …


… die Oberseite bekommt eine leichte Neigung nach aussen.


Nun kommt das endgültigen Formen. In diesem spannenden Vorgang soll die erarbeitete Formensprache mit den Eigenheiten des Holzes vereinbart werden. Mit möglichst wenigen Schnitten entstehen so Formen, die dem Charakters des Baumes ebenso entspringen wie dem Gestaltungswillen des Menschen.


Noch ein bisschen Kanten abrunden, eine Hand voll Montagearbeiten, fertig.


April 2015: Das ist leider nicht der oben entstandene Trog, sondern einer der neun anderen. Trotzdem sieht man schön, wie das Ganze im echten Leben rauskommt.

Formfindung für den Dorfplatz Ebikon


asp Landschaftsarchitekten, Zürich, gestalten derzeit den Dorfplatz von Ebikon bei Luzern. Es werden dreizehn Pflanzeninseln entstehen, die aus der Belagsebene herausragen.


Die Umrandungen dieser Inseln werden von uns kommen. Derzeit: Formfindung. Wie immer ist unser Ziel, für die gewünschten Funktionen unserer Objekte eine interessante Formensprache zu finden.


Logo, das war uns auch vorher schon klar. Entpuppt sich in der Praxis aber immer wieder als spannende Herausforderung. Wir freuen uns sehr, dass wir die Architekten dieses Projekts für unsere Prinzipien der Formfindung begeistern konnten.


Diese fasse ich mal so zusammen:

Der respektvolle Umgang mit unseren Eichen erfordert Formen, die auf die individuellen Eigenheiten jedes Stammes eingehen. Der eine ist krumm, der nächste astig, manche sind sehr konisch. Jeder ist anders. Die zu findende Formensprache muss darauf eingehen. Jetzt der springende Punkt: Je besser diese Herangehensweise umgesetzt wird, desto besser wird sie auch vom alltäglichen Benutzer verstanden. Das ist ein zentrales Kriterium langlebiger Gestaltung.

Klassische Holzverbindungen für Wallisellen


Diese kubistische Schlange ziert ab nächstem Frühjahr den Vorplatz einer Versicherung in Wallisellen. Der Entwurf von Heinrich Landschaftsarchitektur, Winterthur, arbeitet mit klassischen Holzverbindungen, die den verwinkelten Verlauf des Quaders besonders in Szene setzen.


Schafszeit


Frühling auf unserer Kirschwiese. Oder sollte man lieber Eichenwiese sagen?